Klare Regeln für guten Grund

Für den Pächter bedeutet ökologische Landwirtschaft im Trinkwasserschutzgebiet, fünf naturnah grüne Grundregeln strikt zu befolgen:

  • Möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf: flächengebundene Tierhaltung bedeutet, das Futter wird selbst angebaut der Mist der Tiere kehrt als Dünger zurück auf die Felder
  • Keine chemischen Pflanzenschutzmittel: keine Pestizide gegen Schädlinge, keine Herbizide gegen Unkraut
  • Verzicht auf chemisch-synthetischen, leicht löslichen Mineraldünger: damit sinkt das Auswaschungsrisiko für Nitrat
  • Vielfältige Fruchtfolge mit immergrünen Feldern: vermeidet Bodenerosion und Nitrateinträge; fördert Biodiversität
  • Artgerechte Tierhaltung = weniger Tiere und mehr Platz: gut für die Tiere, gut für die Umwelt und gut für den Geschmack!

Ganz nebenbei das Artensterben stoppen
Weil Pestizide und Herbizide auf den immergrünen Feldern tabu sind, hat die vielfältige Fruchtfolge einen wertvollen Nebeneffekt. Sie wirkt dem Insektensterben entgegen. Sowohl die Zahl der Individuen, wie auch der Arten, ist ganz erheblich größer als auf konventionellen Monokulturen. Das lässt auch Feldlerche, Schwarzkehlchen & CO wieder jubilieren!

Messbare Erfolge
Die Regeln der Bio-Landwirtschaft passen perfekt zum nachhaltigen Schutz des Grundwassers. „Seit mehr als zehn Jahren haben wir im Durchschnitt weniger als 30 Kilogramm Rest NMin über alle Flächen zu Beginn der Sickerwasserperiode im Herbst. Damit haben wir die hoch gesteckten Ziele des OOWV mehr als erfüllt“, berichtet Gustav Wolters nicht ohne Stolz.

Landwirtschaftsmeister Gustav Wolters prüft die Qualität